NACHFORSCHUNGEN ZUM RELIKT

Bild 1: Die Vermassung des Monster-Fingers Bild 2: Verblüffende Ähnlichkeit mit einem  menschlichen Finger Bild 3: Die Glieder und Gelenke des Monster-Fingers gleichen stark dem eines Menschen Bild 4: Während der (natürlichen) Mumifizierung veränderten sich mit der Zeit die Proportionen Bild 5: Das Relikt weist einige Verletzungem und Beschädigungen auf Bild 6: Krankhafter Riesenwuchs (Makrodaktylie) bringt stark deformierte Gliedmassen hervor Bild 7: Röntgenbild des Relikts von Bir Hooker

Nachforschungen zum Relikt

Nach meiner Rückkehr in die Schweiz, zeigte ich die Fotos meinem früheren Biologielehrer, doch der Naturwissenschaftler war genauso ratlos wie ich. Geschäftlich hatte ich damals sehr viel zu tun, und so geriet die Sache für einige Jahre in Vergessenheit. Ein Wasserrohrbruch im Jahr 1999 zerstörte einen Teil meiner Foto- und Diasammlung. Daraufhin begann ich alle noch brauchbaren Bilder zu digitalisieren. Dabei kamen mir auch die Ägypten-Fotos in die Hände und weckten erneut mein Interesse. Als ich Bir Hooker erneut besuchte, musste ich allerdings feststellen, dass das einst von Palmenhainen und Obstplantagen dominierte Gebiet inzwischen weiträumig überbaut worden war. Viele Häuser, darunter auch das von Nagib, waren verschwunden.

 

Analyse der Bilder

Bild 1: Die von oben gemachte Aufnahme zusammen mit der Banknote macht es möglich, die exakte Größe des Fingers zu bestimmen. Ausgestreckt misst er ganze 38,4 Zentimeter. Der Mittelfinger eines erwachsenen Menschen ist zirka acht bis zehn Zentimeter lang. Der Riese, dem dieser Finger einst gehörte, muss wie alle irdischen Kolosse (Dinosaurier, Elefanten, Wale etc.) von sehr kräftiger, gedrungener Statur gewesen sein. Der aus dem Gewebe herausragende dickwandige Knochen des Grundgliedes, bestätigt diese Annahme. Der Riese dürfte demnach um die fünf bis sechs Meter gemessen haben. Eine völlig abstruse Vorstellung, doch sie deckt sich mit zahlreichen historischen Aufzeichnungen. Weitere Informationen unter der Rubrik: Berichte über Riesen.

Bild 2: Das Relikt besitzt die gleichen anatomischen Proportionen wie ein menschlicher Finger.

Bild 3: Das Relikt besitzt den gleichen anatomischen Aufbau wie ein menschlicher Finger (Nagel, Glieder, Gelenke).

Bild 4: Die rechte Seite des Fingers ist flachgedrückt. Bei der Schnittstelle ist das Gewebe seitlich und nach oben hin verschoben. Die relativ starken Quetschungen deuten darauf hin, dass der Finger während der natürlichen Austrocknung/Mumifikation auf der rechten Seite gelegen hat. Wurde er von der Hand abgetrennt, als die Leiche noch frisch war, kann es sich um einen beliebigen Finger beider Hände handeln. Wurde er von einer bereits mumifizierten Leiche geschnitten, kann es sich nur um den Zeigefinger der rechten Hand handeln. Des Weiteren entstanden durch den Flüssigkeitsverlust mehrere Dellen/Einsackungen in der dicken haarlosen Haut.

Bild 5: Der Finger wurde mit einer massiven Klinge (Machete o.ä.) unterhalb des Grundgelenks von der Hand abgetrennt. Zuerst wurde ein Rundumschnitt gemacht. Danach wurde das Fleisch mit der Klinge vom Knochen geschabt. Zum Schluss wurde der Knochen in zwei Teile gehackt. Der Finger weist unterschiedliche Verletzungen/Beschädigungen auf: Gebrochener Fingernagel, Hautabschürfungen, Schimmelpilzbefall, Nage/Fressspuren etc.

Bild 6: Beispiele von Makrodaktylie-Erkrankungen, wie sie von Professor Rühli und Dr. Benecke bilddiagnostisch in Erwägung gezogen werden. Es gibt jedoch gewichtige Gründe, die gegen eine solche Erkrankung sprechen: 1) Bei einer Makrodaktylie handelt es sich primär um eine krankhafte Weichgewebevergrößerung. Der Knochenwuchs ist davon nicht oder kaum betroffen. Und wenn doch, macht sich das vor allem in der Länge der Knochen bemerkbar (siehe Röntgenbilder). Beim Relikt ist der Knochen jedoch im anatomisch richtigen Verhältnis vergrößert und stimmt in seinen Proportionen mit der ihn umgebenden Gewebemasse überein (siehe Bild 2). Ein Knochen dieser Größe würde niemals an eine menschliche Hand passen. 2) Die von einer Makrodaktylie betroffenen Körperteile sind sowohl krankhaft vergrößert als auch deformiert. Beim Relikt wirken sämtliche Proportionen völlig natürlich und sehen einem menschlichen Finger verblüffend ähnlich (siehe Bild 4).

Bild 7: Obwohl nur noch ein relativ schlechter Abzug von dieser Aufnahme existiert, kann man auf dem Röntgenbild (Maßstab 1:1) deutlich die massive Knochenstruktur erkennen.

Gregor Spörri & Dr. Carl Bader

Juli 1988: Dr. Carl Bader, Naturwissenschaftler und mein ehemaliger Biologielehrer, schlägt, als ich ihm die Fotos zeige, die Hände über dem Kopf zusammen. „Das Ding sieht tatsächlich aus wie ein riesiger menschlicher Finger, aus evolutionsbiologischer Sicht gab aber nie solche Geschöpfe!“ Dr. Bader lässt mich dennoch Briefe schreiben, die er mit den Fotos an Wissenschaftskollegen schickt. Rückmeldungen oder Nachfragen bleiben aus. Offensichtlich passt die paläontologische Verrücktheit – auch Out-of-Place Artifact genannt –  nicht ins vertraute System der Artenentstehung und wird daher ignoriert.
September 1995: Bei einem erneuten Treffen erklärt mir Dr. Bader, dass sich Forscher bei nicht konformen Dingen meist sehr schwer tun, weil sie bei allen ihren Handlungen und Aussagen immer auch auf ihr Ansehen, ihre Karriere, vorherrschende Lehrmeinungen, Finanzgeber etc. Rücksicht nehmen müssten.

Professor Dr. Dr. med. Frank J. Rühli

April 2012: Der Schweizer Mumienexperte Professor Dr. Dr. med. Frank J. Rühli von der Universität Zürich untersuchte schon die Gletschermumie ‚Ötzi‘ und ‚Tutanchamun‘. Rühli äußert sich wie folgt zum Relikt von Bir Hooker: „Ein spannender Fall. Eine definitive und fundierte Beurteilung anhand der Fotos ist leider nicht möglich. Der Fingernagel, seine Einbettung ins Gewebe, die Oberflächenbeschaffenheit sowie die sichtbaren Hautgewebeverletzungen sehen sehr natürlich aus. Der ‚Finger‘ erscheint tatsächlich deutlich vergrößert. Differentialdiagnostisch kommt für mich primär eine extreme Form von Makrodaktylie (Proteus-Syndrom oder ähnlich) in Frage. Etwas seltsam erscheint mir der Knochenstumpf. Er erinnert mich eher an einen Tierknochen, denn für einen ‚menschlichen Finger‘ wirkt er zu dickwandig. Da keine Querschnitt-Aufnahme des Knochens existiert, ist meine Aussage rein spekulativ. Sollte es sich bei dem Objekt um eine Fälschung handeln, was nicht definitiv ausgeschlossen werden kann, so handelt es sich um eine sehr gut gemachte Arbeit. Ich empfehle einen Veterinärmediziner beizuziehen, um das mit dem Knochen genauer abzuklären.“

Dr. Mark Benecke

Juli 2012: Der bekannte deutsche Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie, Dr. Mark Benecke, äußert sich wie folgt zu den Fotos des Relikts: „Anhand der Fotos lässt sich leider keine Aussage dazu treffen, um was für ein Objekt es sich hier genau handelt. Gerade aus dem genannten Gebiet bzw. in dieses Gebiet hinein verlegt werden öfters Geschichten von ausgetrockneten Wesen, die auch vorgezeigt werden können und auch durchaus aus Knochen und Haut bestehen können. Eine Untersuchung, ob es sich um menschliches oder tierisches oder sonstiges Gewebe handelt, halte ich für gut durchführbar, sobald Gewebeproben bzw. Materialproben vorliegen. Anhand der Fotos lässt sich dazu angesichts bekannter Fälschungen aber auch einer möglichen Gewebeveränderungen (Makrodaktylie usw.) nichts sagen. Eine Gewebeuntersuchung mit Feinschnitten und DNA sollte hingegen machbar sein bzw. zumindest den Ein- oder Ausschluss bestimmter Annahmen ermöglichen. Ohne Gewebe- bzw. Materialproben, kann ich zu diesem Fall leider nicht mehr sagen.“

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