DIE GRUFT DER RIESEN IN GIZEH

Vor der Westseite der Cheops-Pyramide Vor der Nordwest-Ecke der Cheops-Pyramide Nord-Süd-Schnitt durch die Cheops-Pyramide Als John und Edgar Morton die Felsenkammer 1910 betraten, fanden sie eine riesige Geröllhalde vor Heute wirkt die Felsenkammer aufgeräumt. John Perrings Sondierschacht wurde mit einem Geländer gesichert Ich fotografiere und vermesse den 11 Meter tiefen Sondierschacht des britischen Ägyptologen John Sha Perring Ich erkunde den 16,4 Meter langen Blindschacht in der Felsenkammer Ich vermesse die beiden sarkophag-ähnlichen Felsblöcke in der Felsenkammer Aufgrund von Nagibs Aussagen habe ich ein Szenario über den möglichen Fortgang der Arbeiten in der Kammer entworfen Zuerst wären wohl die Felsenkämme abgeschlagen, und das Geröll aus der Kammer gebracht worden Nachdem der letzte Kamm entfernt ist, wären die Felsblöcke in ihre entgültige Form gebracht worden Am Ende enstehen daraus zwei riesige Sarkophage Dann werden die aus dem Boden oder der Westwand herausgemeißelten Deckel auf die Särge gehievt So hätte die Grabstätte für biblische Riesen aussehen können

Die Große Pyramide

Der gängigen Geschichtsschreibung nach wurde die Große Pyramide vor rund 4500 Jahren erbaut. Aufzeichnungen darüber oder anderweitig stichhaltige Beweise gibt es allerdings keine.
Alten arabischen Überlieferungen wie z.B. Al-Makrizi’s ‚Hitat‘ zufolge, sind die Pyramiden jedoch sehr viel älter als von den Altertumsforschern angenommen. Und auch die Sphinx existierte offenbar schon vor dem Bau der Pyramiden. Frühzeitliche Erosionsschäden durch Wasser an der Sphinx und den Pyramiden, scheinen zu bestätigen, dass die Pyramiden womöglich aus vorsintflutlichen Zeiten stammen und Außenverkleidung erst später angebracht wurde.

Die Rote Pyramide wird Pharao Snofru zugeschrieben. Die Große Pyramide Snofrus Sohn Cheops (auch Chufu). Und die Chephren-Pyramide Cheops Sohn Chephren (auch Chaefre). Im alten Ägypten kam es jedoch des Öfteren vor, dass Könige sich mit Bauwerken schmückten, die vor ihrer Zeit errichtet worden waren. Der ‚Bauwerks-Klau‘ funktionierte recht einfach: Ein amtierender Pharao ließ ein früheres Bauwerk oder eine Tempelanlage renovieren und/oder erweitern. Im Zuge der Arbeiten wurden die Namenskartuschen und Bildnisse seiner Vorgänger entfernt und durch eigene Kartuschen ersetzt. Bei den Gizeh-Pyramiden könnte es ähnlich gewesen sein: Snofru, Cheops und Chephren nutzten die Bauwerke zum Zeichen ihrer Macht, für kultische Zwecke usw., waren aber nicht die Erbauer.
Möglicherweise haben sie die Außenverkleidung angebracht oder repariert, die Tempelanlagen darum herum errichtet usw.

 

Die Felsenkammer

Tief unter der Cheops-Pyramide befindet sich eine mysteriöse Kammer. Sie ist 14,5 Meter lang, 8,3 Meter breit und 3,6 Meter hoch. Die Arbeiten daran wurden vor der Fertigstellung abgebrochen. Gründe dafür sind keine bekannt. Man erreicht die Kammer durch den sogenannten absteigenden Korridor. Der schnurgerade, 105 Meter lange Gang führt von der Außenseite der Pyramide in einem Winkel von 26 Grad in die Tiefe. 30 Meter unter dem Basisniveau des Monuments macht der Korridor einen Knick und geht in die Horizontale über. Neun Meter weiter endet er in der Felsenkammer.

 

Historisches zur Felsenkammer

1837 begann John Shae Perring (1813-1869), ein britischer Ingenieur, Anthropologe und Ägyptologe, der vor allem durch seine Ausgrabungen und Dokumentationen über die Pyramiden bekannt wurde, gemeinsam mit seinem Landsmann, dem Archäologen Richard William Howard Vyse (1784-1853), in der Großen Pyramide nach geheimen Kammern zu suchen. Dabei schreckten die beiden auch nicht vor Sprengungen zurück. Durch eine solche Sprengung entstand denn auch ein 11 Meter tiefer ‚Sondier-Schacht‘ bei der Westwand der Felsenkammer.
1910 erkundeten John und Edgar Morton die Pyramide. Als die Brüder die Felsenkammer betraten, standen sie der riesigen Geröllhalde gegenüber, die Perring und Vyse bei ihren Sprengungen hinterlassen hatten. Heute ist die Kammer sauber und aufgeräumt. Der Schutt wurde abtransportiert, der Boden geebnet und der Sondier-Schacht mit einen Geländer gesichert (siehe Fotostrecke).

 

Wissenschaftliches zur Felsenkammer

Über eine mögliche Funktion der Felsenkammer und die Gründe für den frühzeitigen Abbruch der Arbeiten gibt es von wissenschaftlicher Seite zwar einige Spekulationen, aber keine wirklich plausiblen Erklärungen oder gar Nachweise. Fazit: Niemand weiß, für wen oder was die 120 Quadratmeter große Kammer ursprünglich gedacht war.

 

Die Worte des alten Grabräubers

Niemals werde ich Nagibs mysteriöse Worte vergessen, die er sagte, bevor er mir den Finger des Riesen zeigte: „Wenn du gesehen hast, was ich dir zu zeigen bereit bin, wirst du die Pyramide mit ganz anderen Augen betrachten.“

 

Die Gruft der Riesen

Als ich Jahre später erneut die Große Pyramide betrat und in die Felsenkammer hinunter stieg, ging mir plötzlich ein Licht auf, und Nagibs Worte ergaben einen Sinn. Schon 1988 erinnerten mich die beiden Felsblöcke in der Kammer an riesige, wenngleich unfertige, aus dem Stein geschlagene Sarkophage. In der Zwischenzeit hatte ich mehrfach das Serapeum in Sakkara besucht und kannte Berichte und Aufnahmen weiterer gewaltiger Steinsarkophage.
Mit einem Mal fügte sich ein Puzzleteil zum anderen: Die Indizien, dass die Große Pyramide aus vorsintflutlicher und damit alttestamentarischer Zeit stammen könnte. Der abgehackte Finger eines humanoiden Riesen. Die alten Sagen, Mythen, apokryphen Schriften, die Thora, die Bibel usw. die von solchen Riesen berichten. Die wie für Riesen gemachten Sarkophage in Sakkara, Abydos und Gizeh.
Die beiden Sarkophage in der Felsenkammer existieren zwar nur im Ansatz, doch wenn ich Nagibs Worten glauben schenke, sehe ich vor meinem geistigen Auge eine fertig ausgestaltete Grabkammer für Riesen (siehe Bildstrecke).
Die Felsenkammer als Gruft biblischer Riesen/Nephilim? Ein verrückter aber faszinierender Gedanke, der die heutige Geschichtsschreibung komplett über den Haufen werfen könnte.

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